Im Foyer des Münchner Volkstheaters steht unscheinbar in einer Ecke ein kleiner Stapel Magazine. Der Magazin-Junkie in mir muss sowas natürlich erstmal auschecken:

Also, “CURT” entdeckt. Soso, Stadtmagazin München – Kenn ich ja noch gar nicht. Ein gutes Stadtmagazin wünsche ich mir doch schon lange…
Beim ersten Durchblättern dann ein ziemliches “Oho” über die feine Anfassqualität und das echt profimäßige Layout. Nach Theater und in aller Ruhe zu Hause dann ein Zweites “Oho!”.
Auch inhaltlich eine frische Mische aus lokalen Beiträgen und dem Blick über den Tellerrand + anders als sonst, fast erschreckend wenig Werbung:

Da wären dann zum Beispiel:
• 8 Seiten über die Graffiti und Streetart-Historie von München
• theyesmenfixtheworld & wearewhatwedo.de unter “die Kunst des Lächelns”
• Interviews mit Element of Crime, Röyksopp, Sido und Tocotronic
Wie ich auf der Webseite rausgefunden habe erscheint “CURT” 1x jedes Quartal. Ebenso übrigens für den Raum Erlangen/Nürnberg.
Das gute Stück gibt’s ummasunst in so netten Läden wie z.B. Café Kosmos, am Hochhaus, Bergwolf u.v.m. Faule oder Nichtfinder können sich das Heft sogar zuschicken lassen- ebenfalls für umme.

Summa summarum also ein kleiner Schritt in Richtung Traum-Stadtmagazin.
Genau hier machte ich mir dann einen smarten Gedanken, den ich natürlich nicht vorenthalten kann:
Haben wir da nicht eigentlich eine ziemliche Marktlücke?
Im Lokalteil der Tageszeitungen scheint mir oft der Platz für die etwas ausführlicheren tiefer-gehenden Artikel, die “größere Perspektive” also, zu fehlen: Wohin entwickelt sich die Stadt? Was könnte man besser machen? Wie läuft es in anderen Städten? Wie kann man sich beteiligen? Wer bewegt was im eigenen Viertel?
Solche Fragen lese ich im Lokalteil unserer lieben Süddeutschen doch nur selten.
Klar gibt es auch auf Papier bereits viele so-called “Stadtmagazine”aber alle ,die ich bisher kenne, (PRINZ, In-Muenchen) sind im Wesentlichen nicht mehr als ein große Location- und Event-Promotion.
Weitergedachte Artikel und echte redaktionelle Inhalte sind da Mangelware oder sogar Fehlanzeige. Wie auch- wenn ein Magazin wie Prinz über 200 Städte gleichzeitig Bescheid wissen will!
Gibt es diese Marktlücke wirklich, oder ist das mein persönliches Wunschdenken?
Berlin, Köln Hamburg? Wärt Ihr bereit für ein gutgemachtes Magazin monatlich auch etwas zu bezahlen?
Tags: konzepte, magazin, muenchen, print, rummgedacht, stadtentwicklung

Schöner Artikel, kenne das CURT noch nicht, werde ich aber auch problesen. Ob wir ein neues Stadtmagazin brauchen, kann ich dir dann vielleicht sagen.
http://www.curt.de/ bietet ja auch schon viel!
naja,wenn ich mir so die musikauswahl ansehe wundert es mich nicht dass es umsonst ist
@esther Was hörst du denn für Musik? Das oben war nur eine kleine Auswahl.Ist eigentlich für relativ viele Geschmäcker was dabei..