“Humans make errors. We make errors of fact and errors of judgment.These weaknesses put us at a disadvantage. We make decisions with partial information. We are forced to steer by guesswork. We go with our gut. That is, what some of us do. Others use data. “
Aus der Einleitung von “The Data Driven Life” einem stark empfehlenswerten NYT-Artikel zum dem heißer-Scheiß Thema “personal informatics” von WIRED-Schreiber Gary Wolf.
Kernthese des Artikels ist, dass es in unser schönen neuen Gadget-Welt immer einfacher wird “Daten” in unserem Alltag zu sammeln. Man muss dazu nicht mehr zum Excel-Freak mutieren, sondern sammelt nebenbei mit iPhone und dem anderen teuren Kram.
Worum es dann geht, ist sich diese Daten intelligent zu Nutze machen.
Mich fasziniert der Ansatz echt-“empirische”( nicht geratene oder vermutete) Daten zu nutzen, um sich eigener Verhaltensmuster bewusst zu werden und daraus zu lernen. Das ist nicht nur spannend und macht Spaß, sondern kann bei der Suche nach Problemen und Optimierungspotentialen im eigenen Alltag auch wirklich nützlich sein. Der Anzahl an Nutzungsszenarien setzt nur die eigenen Kreativität Grenzen. Ich tracke ab jetzt meine Toilletengänge.
Welche Möglichkeiten sich erst auftun, wenn in der Zukunft auch Regierungen oder größere Gruppen Gebrauch von “personal informatics” machen, wird uns glaube ich noch lange beschäftigten. Jetzt aber zum Punkt.
Inspiriert von den Möglichkeiten und gespannt was diese in der Praxis dann tatsächlich bringen, habe ich mich mal auf die Suche nach den geeigneten Werkzeugen zur Datensammlung umgeschaut. Zu fast jedem Lebensbereich gibt es inzwischen eine kleine Web- oder iPhone-App, in manchen Fällen sogar ein ganzes Social-Network drummherum. Hier mal was ich so gefunden habe. Über neue Empfehlungen eurerseits würde ich mich freuen. Also los:
Universale Alles-Tracker:

Dayta
iPhone-App die so ziemlich alles zählt, trackt und visualisiert, was man will. Nebenbei noch schön fürs Auge. (0,79 € | iTunes-Link)

Momento
iPhone-Tagebuch mit Tagging-Möglichkeiten wo geht. Special-Feature für Faule: Importiert die eigenen Twitter-, Facebook-, und Flickr-Posts als “Momente” in den Tagebuch-Stream. (1,59 € | iTunes-Link)

Tallyzoo
“If it’s important to you, track it!” Webapp + mobil-tracking am iPhone.
(1,59 € | iTunes-Link – Auch als 0,00€ Version-dafür mit Werbung | iTunes-Link)

Limits
Ziele oder ‘Limits’ festlegen, Fortschritt festhalten oder aufpassen das man die gesetzten Grenzen nicht überschreitet.
( 0,79 € | iTunes-Link)

your.flowingdata.com
“Capture your Life. One tweet at a time.”
Sonstige Tracking-Konzepte

WhereDoYouGo
“Create a heatmap of your city using your Foursquare-Checkins”
Medienkonsum & So

ReadMore
Die eigenen Reading-Habits tracken. Wie lange, wie oft, mit welcher Geschwindigkeit. Interface in schön mit Holz und so ![]()
( 1,59 € | iTunes-Link)

Goodreads
Social-Network für Bücherwürmer. Welche Bücher man selber so liest, Reviews dazu und was die Freunde und Kontakte so lesen. Gibt’s auch kostenlos fürs iPhone (iTunes-Link)

Wakoopa
Wann und wieviele Stunden verschwendet man auf Facebook, Twitter und wann ist man brav am Schreiben in Pages unterwegs. Funktioniert sowohl für Webapps, als auch mit kleinem Tracker für den Mac; inklusive Social Network und was die Freunde so nutzen.
Fitness, Gesundheit & So

RunKeeper
Alles von Joggen, Radln, Fitness und Co. Als Free und Pro für Android, iPhone und im im Web.

Weightbot
Das eigene Gewicht, auf dem iPhone, inklusive Interface Eye-Candy. Für Freaks auch in Kombination mit der passenden W-Lan Wage. (1,59 € | iTunes-Link)

SleepCycle
Analysiert die Schlafgewohnheiten und weckt in der Leichtschlafphase. Wirksamkeit fragwürdig. (0,79 € | iTunes-Link)
Was “trackt” ihr selber so und wofür nutzt ihr diese Daten? Welche Tools gibt’s noch zu empfehlen? Welche taugen gar nichts? Lasst mal hören.



