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14
Nov 09

Networking wo geht, Sozialer Samstag

socialicons

Weil wir ja alle so fleißig mit dem Trend gehen und jetzt noch mehr social als vor 2 Jahren sind, wollte ich diesen Blog auch mal ein wenig moderner werden lassen und erkläre diesen Samstag hiermit zum “Networking Saturday”.
Weil ja inzwischen die halbe Welt auf Facebook unterwegs ist, Fotos auf Flickr hochlädt und spontane Ergüsse in 140 Zeichen zwitschert dachte ich sollten wir in dieser tollen bunten Welt auch alle mal “Freunde werden”, uns followen, liken, adden und wasweißich. Ein bis zwei Worte wer Ihr seid wären natürlich klasse :)
Zu diesem Zweck gibt’s in der Sidebar ab jetzt ein paar schicke Icons zu allen anderen Webbaustellen auf denen ich sonst so unterwegs bin.
Wer jetzt genauso Hip sein will der kriegt die wunderbaren Icons dazu bei Komodomedia. Die Lizenz dazu ist eine CC Attribution Share Alike.
In diesem Sinne:

Wer mich jetzt noch glücklich machen will kann, wenn er nicht schon eh hat diesen Blog per RSS abonnieren auf Technorati faven. oder analog allen seinen Freunden davon erzählen.
Zuletzt die gute alte Email: macmunich-aet-gmail.com Jetzt leg ich mich wieder ins Bett. Habe Kater Kopfschmerz :) Die Idee ist genial und vom Kai.


12
Nov 09

Wo kreative Köpfe kreieren, Arbeitsplatz Stalking + The Architecture Of Happiness

sight unseen blog screenshot

Wo wir arbeiten und wie unsere räumliche Umgebung uns dabei beeinflusst scheint in Zeiten allgemeiner Vernetzung leider zunehmend an Bedeutung zu verlieren.

Plätze, an denen Ideen entstehen oder neue Produkte geschaffen werden, üben auf mich eine unglaubliche Faszination aus – egal ob Kaffeehäuser, eine Holzhütte in Finnland oder die eigene Parzelle im Großraumbüro.

Einen neuer Blog um Designern, Handwerken und anderem Kreativvolk über die Schulter und noch weiter zu schauen ist Sight Unseen.

Sight Unseen is dedicated mostly to the lifestyles of designers–that is, the stuff that inspires them; the stuff they buy; the insides of their homes, studios, and factories. via

Interessant finde ich den Ansatz nicht nur die meinst sowieso schicken Büros und Empfangshallen, sondern auch Werkstätten, Fabriken und Wohnungen zu zeigen.

Unfertige Werkstücke auf den einzelnen Stufen der Produktion, manchen fehlt nur noch der letzte Schliff andere sind noch fast in ihrem Rohzustand. Maschinen, Werkzeuge oder auch nur die Einrichtung. Toll ist das auch “die Geschichte hinter der Bildergalerie” nicht zu kurz kommt. Inspirierend und manchmal auch einfach nur schön anzuschauen.

the architecture of happiness

In diesem Zusammenhang möchte ich euch gerne noch ein Buch ans Herz legen:

Allain De Botton’s The Architecture of Happiness (Amazon)

In gewohnter de-Bottonscher Leichtigkeit beschreibt er darin, welchen Beitrag gute Architektur zum eigenen Wohlbefinden leisten kann und wie sich unsere Definitionen von “guter Architektur” mit der Zeit verändern.

Wen die Thematik interessiert, dem kann ich dieses Buch, bzw. seinen etwas holprig übersetzten deutschen Counterpart: Glück und Architektur: “Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein” (Amazon) uneingeschränkt empfehlen.

Immer wieder entdecke ich de Botton’s Beobachtungen im Alltag wieder. Das Auge entdeckt das eigene Stadtviertel neu, kleine Details fallen plötzlich auf. Meine vorher nichtvorhandenes Verständnis für Architektur ist während der Lektüre zu einer Neugierde ja sogar einem tiefen Respekt für “gute Architektur” geworden. Kaufen, lesen, kommentieren!


28
Okt 09

links for 2009-10-28


26
Okt 09

Digitales Multitasking // Ist “Skimming” das neue Lesen?

Verlieren wir ,trotz immer mehr und einfacherem Zugang zu Informationen, die Fähigkeit damit umzugehen? Ist “Skimming” das neue Lesen?

Kennt Ihr das Gefühl, sich in einer Geschichte oder einer Situation selbst zu erkennen – manchmal fast zu erwischen? Mich selbst wiederentdeckt habe ich heute in einem Artikel von James Frost:

Titel: Singletasking

Er beschreibt darin, wie er an sich selbst feststellt immer schlechter im Konzentrieren auf eine einzelne Aufgaben zu werden:

Im Hinterkopf der Gedanke was denn wohl wer gerade auf Twitter zu sagen hat und ob denn nicht auch im RSS Reader neues Lesematerial angespült wurde.
Schnell findet man sich selbst im digitalen Teufelskreis:

Feedreader -> Twitter -> Facebook -> Email -> offene Browser-Tabs -> Feedreader -> Twitter usw.

Die ursprüngliche Aufgabe bleibt nicht unbedingt liegen. Sie wird so nebenbei und zwischendurch erledigt. Hochkonzentriert bei der Sache ist man dabei allerdings nicht.

Selbst der spannende Artikel wird  manchmal nur überflogen, der Link dahin aber fleißig getweetet, geblogged, geshared etc. Mich von Grund auf in ein interessantes Thema “einzulesen”, bücherweise Literatur zu verschlingen – dazu kommt es oft gar nicht mehr. Die schlimme Vermutung ist nun, dass dieses Multitasking-Problem auch mit dem Abschalten der digitalen Helferlein nicht gelöst ist.

Auch “Offscreen” also der Zeitungsartikel oder das Buch (wenn man es denn überhaupt noch liest) wird weniger konzentriert und aufmerksam gelesen als es noch vor Twitter & RSS der Fall war.

“Skimming” –  Scheint dem Lesen den Rang abzulaufen.

Und dieses Gefühl beschleicht mich nicht nur bei meinem öden Privatkram:

Lese (nicht überfliege) ich die Online-Portale, gewisser großer Deutscher Verlage, so kommt auch hier manchmal das mulmige Gefühl der Verfasser habe, statt tiefgreifender Recherche, vielleicht nebenbei wohl eher seinen Facebook-Stream gecheckt. Pressemeldung Copy & Paste Ahoi!
Klar ist das kein Gesamtzustand. Natürlich gibt es weiterhin gut-recherchierte Artikel und am richtigen Buch hängt man wie bisher auch mal bis die Augen zufallen.

Der Trend zu Skimming vs. Lesen / Multitasking vs. Singletasking gefällt mir so gar nicht. Eigentlich reagiere ich ziemlich allergisch gegen Meinung ohne Fakten und schnell dahergesagte Thesen. Muss aber schamlos zugeben den besagten Artikel- guesswhat- Beim schimpflichen RSS-Reader Skimmen gefunden zu haben. Die große Frage zum Schluss:


Geht es jetzt hier nur mir so oder entdeckt Ihr euch auch ein Stückweit wieder?
Den ganzen Kram hier gelesen oder überflogen ;) ?