Eine erfrischend andere Sichtweise auf den ganzen Hype um Twitter, vor allem in den klassischen Medien, habe ich heute früh in der Kolumne von Monocle Herausgeber Tyler Brule gelesen.
FT.com – Tyler Brûlé: “Bliss of a Twitter free moment”
Tyler Brule erzählt darin erstaunt und hochgradig belustigend wie er in einem Meeting in Japan plötzlich gefragt wird, was denn Twitter eigentlich sei. ( “Tyrer-san, what is ‘Twitt-ah?” )
Im Einladungs und “follower”-Wahn gibt es wichtige aufkommende Fragen denen man sich gegenübergestellt sieht
What if I actually rather like this person but I don’t want to follow them? Do I send an e-mail of apology? Does it demand a handwritten letter?
Die Frage, die auch für mich schon länger unbeantwortet im Raum schwebt, wird schließlich auch gestellt:
How has it come to be that adults in mature settings can bring themselves to say things like: “I just made a tweet about my walk to work”?
Einziger Teil, dem ich mit diesem herrlich erfrischenden Stück Text nicht teile, ist Tyler Brules abschließende Prognose:
I’m quite confident that this whole movement will soon take up residence with that other great digital venture and live happily ever after in Second Life.
Ich denke nämlich das Twitter wirklich eine “Daseinsberechtigung” hat. Die Entwicklungen und Ereignisse auf Twitter in der letzten Zeit waren glaube ich gute Beisspiele welche Dynamik hinter Twitter als Medium steht und was es anderen Medien an Schnelligkeit und Flexibilität vorraus hat:
Zu sehen welche Transparenz Unternehmen und Politiker plötzlich auf Twitter zu zeigen bereit sind.
Wie schnell & einfach Twitter “die Massen” mobilisieren kann (#iranelection, #jako #undallesoyeahh)
Solche Momente gab es meines Wissens bei Second-Life nie.
“Sitze auf Toilette-Tweets” sind denke ich eine normale Randerscheinung. Diese werden hoffentlich weniger sobald die neuen Nutzer Twitter besser kennengelernt haben.
Ich für meinen Teil habe durch Twitter z.B tolle Einblicke in die Arbeit und das Leben wirklich COOLER Leute bekommen.
Was von anderen gelernt und gemeinsam Links und kleine Teile des Lebens ausgetauscht. Ich nutze Twitter so insgesamt mit Freude und der große Produktivitätsfresser ist Twitter nur, wenn man es lässt.
Paar Gedanken am Morgen. Was sind Eure dazu?


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